Heute Nacht habe ich über viele Dinge nachgedacht …
… ich habe entschieden dir alles zu sagen. (Bist du damit einverstanden?) Denn aus irgendeinem Grund fühle ich mich von dir verstanden. Und es tut mir gut mit dir zu schreiben. Ich hoffe, es geht dir genau so und du empfindest meine zahlreichen Nachrichten nicht als Last.
Ich kann es zwar immer noch nicht begreifen, warum du dir so viel Mühe mit mir gibst und warum du dir all meine Sorgen anhörst (es sind ja nicht unbedingt wenige) aber es ist sehr schön zu wissen, dass du da bist. Ich mag dich echt gern. Aber warum hilfst du mir eigentlich?
Also:
Ich liebe mein Leben, aber ich komme hin und wieder einfach nicht klar. Manchmal bin ich so verwirrt und verzweifelt mit allem, dass ich mir einbilde es wäre mir alles zu viel und ich kann nicht mehr.
Das liegt zum einen an meiner Persönlichkeit, meinem Charakter, aber wohl auch sehr an den vielen schlechten Erlebnissen in meiner Vergangenheit. Ich weiß, dass es wichtig ist für mich, meine Kindheit zu verarbeiten und zu lernen mich davon zu befreien. Ich muss mich selbst finden und herausfinden wer ich bin. Dieser Prozess fällt mir nur leider sehr schwer, da ich es erst lernen muss, an mich selbst zu glauben. Warum tue ich das bis jetzt nicht?
Ich bin in meinem Leben immer wieder gedemütigt, zurückgewiesen, verletzt (seelisch und körperlich) und eingeschüchtert worden, so dass ich mich immer mehr in mich zurückgezogen habe und irgendwann vor jedem und allem Angst hatte. Ich hatte keinen Mut, kein Selbstvertrauen, keine Kraft, war verschüchtert, verunsichert und verzweifelt. Ich habe mit niemandem darüber geredet, sondern lebte einfach in meiner kleinen Welt vor mich hin. Die Mauer, die ich um mich herum errichtet hatte, bot mir anfangs scheinbaren Schutz und Geborgenheit, doch diese kleine Scheinwelt wurde nach und nach zu einem Gefängnis, in das alles Schlechte hineinkam aber nichts wieder hinaus. Und ich war mittendrin. Umgeben von all meinen Ängsten. Ich sah keine helfende Hand, keinen Ausweg.
Nach und nach ist es mir aber gelungen (Dank der Hilfe anderer Menschen, die ich sehr lieb gewonnen habe) aus diesem Brunnen zu klettern. Und langsam aber sicher stehe ich mit meinen eigenen Füßen (die laut N fast aussehen wie Hände, danke dir^^) in meinem eigenen Leben, mit all den Gaben und Talenten, die ich mit auf meinen Weg bekommen habe. Und eigentlich geht es mir echt saugut. Ja, echt! Ich freue mich die Welt zu entdecken, die Menschen, die sich auf ihr tummeln und mich selbst. Das Leben ist schön. Ich freue mich, dir das sagen zu können.
Bis bald.

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